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AMB Generali-Konzern

IT Integration Central KV - Teilprojekt SGM / Postkorb

Projekt

Die CENTRAL Krankenversicherung AG erhielt im Rahmen der IT Integration CENTRAL (IIC) vollständig neu entwickelte Systeme für die Bestands- und Leistungsbearbeitung. Im Bereich der Dritt- und Basisyssteme wurde die CENTRAL dabei auf die bestehenden Konzernsysteme umgestellt. Hierfür waren im Teilbereich der Basissysteme, zu denen u. a. das Geschäftsvorfallverwaltungssystem GVV, das Berechtigungssystem BBS, die Archivverwaltung und das zur Druckstückerstellung genutzte CTV–System gehören, um die Anforderungen aus dem Krankenversicherungsge schäft zu erweitern. Die Komponenten für das „Scannen vor Bearbeiten“ waren auf das hohe Eingangspost-Volumen und den Performanceanforderungen der CENTRAL auszurichten. Zusätzlich war eine komplette Migration aller Dokumente des bislang einge setzten Filenet-Archivs auf die technische Konzernzielarchitektur des ContentManagers durchzuführen. Im Teilprojekt SGM/Postkorb waren in der über 2-jährigen Projektdauer teilweise bis zu 28 Mitarbeiter (15 IT, 13 FB) der Konzernunternehmen AachenMünchener, der CENTRAL sowie der AMB Generali Informatik Services GmbH an den Standorten Aachen, Hamburg und Köln operativ an diesem Großprojekt beteiligt.

 
 

Auftrag

Im Rahmen des Großprojekts IIC wurde die FSP mit der konzeptionellen Beratung und der Unterstützung des Teilprojekts SGM/Postkorb zur Erweiterung und mit der Einführung der Konzernsysteme in der CENTRAL beauftragt.

 
 

Konzeption

Das Vorhaben bedeutete eine massive Erweiterung der bestehenden Konzernsysteme für den Prozess „Scannen vor Bearbeiten“ hinsichtlich der Anforderungen der CENTRAL bei der Erkennung von Leistungsanträgen. Darüber hinaus mussten die Basissysteme um die Anforderungen der Sparte KV hinsichtlich Volumen, Last und Performance erweitert und der Bestand an archivierten Dokumenten aus dem Filenet-Archivs in den ContentManager migriert werden. Die notwendigen Konzepte zur funktionalen Erweiterungen der Systeme wurden in enger Abstimmung mit den Fachbereichen der CENTRAL in Ausrichtung auf die Zielanwendungslandschaft erstellt. Die krankenspezifischen Neuerungen für das Geschäftsvorfallsystem GVV waren insbesondere ein erweitertes Vorgangskonzept. Hinsichtlich der Leistungsabrechung müssen beliebig umfangreiche einzelne Belege verwaltbar sein, sowie die Möglichkeit zur Verfügung stehen, selektiv einzelne Belegseiten im Dialog als eigenständige, neue Dokumente zu duplizieren und im Archiv abzulegen. Ferner benötigt die CENTRAL eine detaillierte Abbildung der Dokumentensichten. Hierbei ist wichtig, dass der Originalumfang des Kundeneingangs vollständig abgebil det wird und alle daraus resultierenden Geschäftsvorfälle erkennbar sind. Diese Geschäftsvorfälle und die umfangreichen Informationen zu den einzelnen Belegen sollen so filterbar sein, dass Sachverhalte exakt eingegrenzt werden können. Neben der Ergänzung dieser Funktionalitäten erfolgten massive Tuningmaßnahmen zur Erreichung der geforderten hohen Performance. Diese ist insbesondere im Dokumentenhandling, in der Anzeige der Auftragspools und bei der Aufnahme der direkten sukzessiven Bearbeitung in der Fachanwendung notwendig. Im Bereich des Scannen und Archivierens wurde die späte Vorgangstrennung entwickelt, die es nach dem Scannen und bereits erfolgter automatischer Erkennung und Bearbeitung noch ermöglicht, eine Korrektur der Vorgangstrennung vorzunehmen. Die geschaffene Lösung verbindet dabei die Interessen aller Beteiligten: den bereits mit GVV arbeitenden Sparten und Konzernunternehmen steht nun ebenfalls die Möglichkeit einer performanten Bearbeitung anhand von grafischen Oberflächen zur Verfügung; die CENTRAL erhält die Abbildung ihrer Abläufe im Rahmen der Konzernsysteme auf Basis einer integrierten und zukünftig stetig steigender automatisierten Geschäftsvorfallbearbeitung.

 
 

Migration

Die Übernahme der Daten aus dem bestehenden Filenet-System der CENTRAL in die Anwendungslandschaft des Konzerns bedingte eine sorgfältige Analyse beider Systeme. Als Heraus forderung erwies sich dabei im Teil bereich SGM/Postkorb die bis dahin dokumentenorientierte Arbeits weise des Ursprungssystems gegenüber der geschäftsvorfallorientierten Ausrichtung des Zielsystems. Es galt die fachliche Festlegung von erkennbaren Vorgängen aus dem Postbereich vorzunehmen und den daraus resultierenden fachlichen Geschäftsvorfällen zuzuordnen. Eine weitere Aufgabe war die Erstellung der notwendigen Überleitungsregeln, in denen festgelegt wurde, welche Dokumentinformationen einen Ge schäfts vorfall erzeugten. Die Herausforderung bestand insbesondere in der Planung der Übernahme der zum Zeitpunkt der Aktivierung ‚offenen’ Geschäftsvorfälle im Altsystem, in Abstimmung mit der Dokumentübernahme aus dem FileNet mit über 90 Millionen Dokumenten.

 
 

Umsetzungsbegleitung

Neben der konzeptionellen Beratung und Mitarbeit bei der Erstellung der fachlichen Konzepte war die Abstimmung mit den entsprechenden Bereichen der AMB Generali Informatik Services Hauptaufgabe der FSP-Berater bis hin zur mitverantwortlichen Abnahme der DV-Konzeption. Zusätzlich wurden im Teilprojekt SGM/Postkorb unter stützende Tätigkeiten in der Testkonzeption, -koordination und -durchführung sowie der Fehlerbetreuung und des Problem managements nach der Einführung geleistet.

 
 

Ergebnis

Mitte Juni 2005 wurden im jeweils geplanten Zeitfenster sämtliche Datenüberführungen und die Produktivschaltung aller beteiligten Systeme reibungslos durchgeführt und die neue Arbeitsumgebung für ca. 300 Sachbearbeiter bereitgestellt.

 
 

Ausblick

In der 2. Projektphase werden nun der funktionale Ausbau des eingeführten Systems und die Integration der ENVIVAS – Kooperation der CENTRAL und der Techniker Krankenkasse – fortgeführt.

 
 

Kunde

Der AMB Generali-Konzern ist der drittgrößte deutsche Erstversicherer und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2004 ein Beitragsvolumen in Höhe von 12,1 Milliarden Euro. Unter dem Dach der AMB Generali Holding AG arbeiten die namhaften Unternehmen der AachenMünchener Versicherungen, Volksfürsorge Versicherungen, Generali Versicherungen, CosmosDirekt, CENTRAL Krankenversicherung, AdvoCard Rechtschutzversicherung, Deutsche Bausparkasse und AM Generali Invest. Die AMB Generali Gruppe ist dadurch ein Finanzdienstleister mit breitgefächerter Marken- und Vertriebswegevielfalt und im Bereich der Privat- und Gewerbekunden angesiedelt.

Kundenfeedback

"Bei der Umstellung der Anwendungslandschaft der CENTRAL Krankenversicherung auf den Konzernstandard ist mit Einführung und Anpassung der enthaltenen Schriftgutmanagement-Komponente ein wesentlicher Beitrag zum Projekterfolg geleistet worden."

Heinz Wessels,
Gruppenleiter Geschäftsvorfallsysteme der AachenMünchener Versicherungen