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Sparkassen Finanz Informatik

Migration der ELKO-Daten der Sparkassen aus dem Rheinland und Rheinland-Pfalz in das Zentralsystem OSPlus

Aufgabe

Im Rahmen der Fusion der Sparkassen-Informatik Dienstleister (Sparkassen-Informatik Baden Württemberg GmbH in Karlsruhe, Informatik-Kooperation GmbH in Münster und Sparkassen-Informatik-Systeme West GmbH in Duisburg) zur Sparkassen-Informatik, waren eine Vielzahl von Maßnahmen zur vollständigen Harmonisierung der Anwendungssysteme notwendig.

Ziel im Teilprojekt "Migration ELKO-Verfahren" war die komplett fachliche und technische Harmonisierung der Abläufe und Daten. Die Migration von ca. 70 Sparkassen sollte in fünf Serien jeweils an Wochenenden ins Zentralsystem OSPlus der Sparkassen-Informatik erfolgen. Es galt, die komplette Migration in einem Zeitraum von drei Jahren abzuschließen.

 
 

Ausgangssituation

Es wurden sowohl zentrale aber unterschiedliche ELKO-Bankrechner (ELKO = elektronische Kontoführung) bei der Sparkassen-Informatik als auch wenige dezentrale Rechner in den Regionen Rheinland und Rheinland-Pfalz eingesetzt. Im Rahmen der Migration auf das Sparkassen-Gesamtsystem OSPlus haben die Sparkassen, die Verbände und die Sparkassen-Informatik gemeinsam entschieden, keine Maßnahmen zur Einbindung der dezentralen ELKO-Bankrechner unter OSPlus vorzusehen, sondern die zentrale Lösung zu fokussieren. Historisch bedingt, kamen die Zahlungen der ELKO-Kunden auf vielen verschiedenen Wegen zu den Rechnern, die natürlich auch mit einer Vielzahl von Besonderheiten ausgestattet waren. Die Stammdaten zur Steuerung der Rechner wurden über TSO durch die Sparkassen verwaltet (siehe Abb. 1).

Vor Migration: Steuerung der Rechner über TSO
 
 

Lösung

Die Sparkassen-Informatik beauftragte die FSP mit der konzeptionellen Beratung sowie der Entwicklung aller notwendigen Programme und Verfahren als auch der Koordination und Durchführung aller erforderlichen Tests im Rahmen des Teilprojekts "Migration ELKO-Verfahren".

 
 

Randbedingungen

Das Projekt wurde insbesondere dadurch geprägt, dass durch die Menge an Daten und beteiligten Sparkassen auf den unterschiedlichen Produktionen, vollständige Analysen und Lösungsentwicklungen im Vorfeld nicht möglich waren. Es mussten jeweils Einzellösungen für die anstehenden Sparkassen entwickelt werden, die von Serie zu Serie weiter verwendet und ergänzt werden mussten. Es war also nicht möglich eine Einheitslösung für die Migration aller Sparkassen zu entwickeln.

 
 

Vorgehen / Ergebnis

Nach der Migration von ca. 70 Sparkassen in 5 Serien über einen Zeitraum von drei Jahren sind sämtliche notwendigen Daten im Zentralsystem konsolidiert. Alle Abläufe wurden integriert bzw. umgestellt und das Altsystem abgeschaltet. Die Zahlungs- und Kommunikationswege der ELKO-Kunden wurden durch die zentrale Migration wesentlich vereinfacht. Sie finden nur noch über zwei Wege zu den Rechnern und auf die einzelnen einheitlichen Produktions-Gruppen statt. Die Stammdaten zur Steuerung der Rechner werden nun über CICS durch die Sparkassen verwaltet (siehe Abb. 2). Über die Dauer von drei Jahren gab es stetig neue Anforderungen an das Zielsystem OSPlus. Es wurde ständig weiterentwickelt und ausgebaut. Auch dem Sicherheitsaspekt galt vor allem an den Umstellungswochenenden höchste Aufmerksamkeit. Die notwendige hohe Ausfallsicherheit aller Komponenten wurde durch entsprechende Backup-Lösungen gewährleistet.

Nach Migration: Verwaltung über CISC
 
 

Was ist ELKO?

ELKO-Host ist das hostbasierte, hochperformante und ausfallsichere Banksystem der Rechenzentren der Sparkassen-Finanzgruppe im multibankfähigen ZKA-Standard und wird durch vielfältige Software auf dem PC ergänzt. Bei dem ELKO-Verfahren werden z.B. per Datenübertragung Inlands- und Auslandszahlungsverkehrsaufträge auf dem HOST von Sparkassenkunden entgegengenommen sowie Kontoinformationen (MT940/MT942-Dateien) in einem strukturierten Verfahren den Sparkassenkunden bereitgestellt.

 
 

Kunde

Die Sparkassen-Informatik ist der größte IT-Dienstleister der deutschen Sparkassen. Sie betreut 231 Sparkassen in Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mit 64,7 Millionen Kundenkonten und einer durchschnittlichen Bilanzsumme von insgesamt 515 Milliarden Euro. Das entspricht einem Marktanteil von über 50 %. Weitere Kunden sind Unternehmen der S-Finanzgruppe wie Landesbau-Sparkassen und Versicherungen. Das Angebot der Sparkassen-Informatik umfasst das gesamte Spektrum der Informationstechnologie bis hin zum Rechenzentrumsbetrieb. Betreut werden die Sparkassen von über 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Kundenfeedback

"Es zeigt sich erneut, wie wichtig stufenweises Vorgehen und Transparenz der Lösung bei Migrationen ist. Die professionelle und flexible Migrationsdurchführung von FSP war vorbildlich."

Cyhra Becker,
Abteilungsleiterin im Zahlungsverkehr der Sparkassen-Informatik