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Festpreisprojekt: Konzeption, Entwicklung und Einführung eines Verwaltungssystems

Ziel des Projekts war die Konzeption, Entwicklung und Einführung eines neuen zukunftssicheren Verwaltungssystems zu einem im Vorfeld vereinbarten Festpreis.
Unter der Federführung der FSP GmbH wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit Projektmitarbeitern der MEDICPROOF GmbH realisiert.

Zunächst führte das Projektteam eine Prozessanalyse durch. Resultat war die notwendige Ablösung der bisherigen Anwen­dungen durch ein neues Anwendungs­system mit einer durchgehenden Daten- und Anwendungsarchitektur.
Dabei sollte das neue Verwaltungssystem eine auf die Bedürfnisse der MEDICPROOF zugeschnittene Individualsoftware werden, die der zentrale Baustein innerhalb des gesamten Auftragsbearbeitungsprozesses wird.

Medicproof: Konzept des Festpreisprojekts
Medicproof: Konzept des Festpreisprojekts

Vorgehen
In der Konzeptions- und Designphase des Projekts wurden die Fach- und Technikkonzepte für das neue Verwaltungssystem in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden Bereichen erstellt. Für die Beschreibung der Fachkonzepte wurden zunächst alle bisherigen internen Prozesse dokumentiert und in fachliche Themen gruppiert. Diese bildeten das Grundgerüst für den modularen Aufbau des neuen Verwaltungssystems. All diese Informationen flossen in die Gestaltungsüberlegungen der zukünf­tigen Prozesse ein. Auf Grundlage der erstellten Fachkonzepte konnten anschließend die entsprechenden Technikkonzepte erstellt werden. Hier wurden Daten- und Objektmodelle entworfen, die grafischen Benutzer­­oberflächen in einem pseudo­funktionalen Prototypen dargestellt und Reglementierungen für die optimale System- und Anwendungs­architektur getroffen.

Alle Konzepte wurden in einer solchen Detailtiefe erstellt, dass die anschließende Programmierung möglich war. Weiterhin wurden grundsätzliche Funktionalitäten, wie z.B. Historien-, Schweben-, Berechtigungs- und Datenbank­migrationskonzept, des neuen Verwaltungssystems beschrieben. In der Konzeptions- und Designphase entstanden 14 Fach- und 22 Technikkonzepte, die jeweils zwischen 60 und 350 Seiten stark waren. Nach der Qualitätssicherung aller Fach- und Technikkonzepte gab es den Startschuss für die Entwicklung des Verwaltungssystems. Das Entwicklerteam setzte sich aus Mitarbeitern der FSP und MEDICPROOF zusammen. Für die Anwendungsentwickler wurden einheitliche, verbindliche Richtlinien bezüglich Design und Programmierung entwickelt.

Gleichzeitig wurden aus den Vorgaben in den Fachkonzepten entsprechende Testkonzepte für die an die Entwicklung anknüpfende Testphase entwickelt.
In der frühzeitig einsetzenden Testphase (sobald die ersten Module in der Entwicklung abgeschlossen waren) wurde das System auf Herz und Nieren geprüft. Die hier gewonnen Erkenntnisse in Bezug auf Qualität, Bedienbarkeit und Performance konnten so recht schnell in den aktuellen Entwicklungsprozess aufgenommen werden.
Nach Abschluss der Testphase wurden die Mitarbeiter in intensiven Schulungen mit dem neuen Verwaltungssystem vertraut gemacht. Gleichzeitig liefen die letzten Vorbereitungsarbeiten für die Migration der Daten aus den Altsys­temen in das neue Verwaltungssystem. Die Migration wurde an einem Wochenende durchgeführt. Ein abschließender Test ergab, dass alle Daten erfolgreich migriert wurden und das neue Verwaltungssystem ohne Probleme läuft. Somit stand einem Start der Bearbeitung mit dem neuen Verwaltungssystem am darauffolgenden Montag nichts mehr im Wege.

Fazit
Mit dem neuen Verwaltungssystem werden täglich über 600 Aufträge erfasst sowie knapp 200 Änderungsmitteilungen, Erinnerungs­schreiben und Stornos bearbeitet. Durch bessere Such- und Aus­wertungsmöglichkeiten lassen sich die Bearbeitungszeiten verkürzen. Es kann jederzeit auf jeden Vorgang zugegriffen werden, sodass die Historie oder der derzeitige Status beauskunftet werden kann. Durch die Reduzierung der Komplexität ist eine schnellere Einarbeitung neuer Mitarbeiter möglich. Die Reduktion der Systemvielfalt ermöglicht eine einfachere und schnellere Handhabung der gesamten Anwendung.

Das neue Verwaltungssystem bietet jetzt eine einheitliche Grundlage für zukünftige Erweiterungen (Onlineanbindung der Versicherungen und Gutachter, Dokumenten-Management-System). Alle Aspekte der Auftragsabwicklung werden in einer zentralen Datenbank verwaltet, es findet keine redundante Daten­haltung mehr statt. Die vollständige Dokumentation der Fachlichkeit und der Anwendungs­entwicklung ermöglichen eine einfachere Änderung der Anwendung, die durch MEDICPROOF selbst durchgeführt werden kann.

Kunde
Als Tochterunternehmen des Verbandes der privaten Kranken­versicherung e.V. (PKV-Verband) prüft die MEDICPROOF GmbH Leistungsvoraussetzungen für den Bereich der privaten Pflege­pflichtversicherung. In den meisten Fällen wird begutachtet, ob bei einem Antragsteller eine Pflege­­bedürftigkeit vorliegt und – falls ja – welcher Pflegestufe diese zuzuordnen ist. Aufgabe von MEDICPROOF ist es, eine bundesweit und versicherungs­übergreifend einheitliche Be­gut­­achtung sicherzustellen.
Annähernd 800 freiberuflich tätige Ärzte sorgen dafür, dass MEDICPROOF im Jahr über 120.000 Pflege-Gutachten für die privaten Versicherungs­unter­nehmen erstellt.
MEDICPROOF fungiert in erster Linie als neutraler Dienstleister für alle privaten Kranken­ver­­sicherungs­unternehmen, koor­di­niert und sichert die Qualität der Begutachtung. Dazu gehört, die freien Mitarbeiter in Fragen der Begutachtung problem­lösend zu begleiten und die Versicherungs­unternehmen in Fra­gen der Medizin und Pflege zu beraten.

Kundenfeedback

"Unser Hauptanliegen war und ist, innerhalb der gesamten Auftragsbearbeitung alle Daten auf elektronischem Weg übertragen zu können. Dadurch wollen wir die Bearbeitungszeiten noch weiter verkürzen. Mit der Einführung von ProofCenter haben wir einen wichtigen Schritt auf diesem Weg getan und die technischen Voraussetzungen geschaffen, um in einem der nächsten Schritte die Online-Übertragung von Aufträgen und Gutachten in Angriff nehmen zu können."

Claudia Max, Abteilungsleiterin Auftragsabwicklung, Medicproof GmbH

Weitere Referenzen

  • ISO 27001: Zertifizierung mit Auditor

    ISO 27001: Zertifizierung mit Auditor

    Die von Auditor erstellten Ergebnisberichte sollen Bestandteil der Dokumentenprüfung für die regelmäßige Rezertifizierung sein.

  • Alle Berechtigungen zentral verwalten: Kopplung von Interflex und ORG.

    Alle Berechtigungen zentral verwalten: Kopplung von Interflex und ORG.

    Ziel des Projekts war die Ver­bindung der Interflex-Zutrittskontrolle mit dem Identitätsmanagement ORG. Gleich­zeitig sollten die Zutritts­berech­ti­gungen in die konzernweite Rollen­kon­zeption integriert werden. Interflex und ORG wurden auf eine gemeinsame Benutzer- und Adminis­trations­basis gestellt. Dies wurde durch die Abbildung von Interflex-Zutrittsberechtigungen auf ORG-Rollen möglich.

  • Integration von RiskShield/ISP zur automatisierten Betrugserkennung in das bestehende Schadensystem der AMB-Gruppe

    Integration von RiskShield/ISP zur automatisierten Betrugserkennung in das bestehende Schadensystem der AMB-Gruppe

    Die Schaden­bereiche der AMB-Gruppe haben sich für das Softwareprodukt RiskShield/ISP zur dv-gestützten Betrugserkennung entschieden. Ziel des Projektes war es, das Produkt in die beste­hen­den Schadensysteme der Aachener und Münchener Versicherung, der Thuringia Generali Versicherungen und der Volksfürsorge Versicherung — zunächst für die Sparte „Kraft­fahrzeug-Haftpflicht“ — zentral zu integrieren.